Jahresbericht 2013

 Jahresbericht für das Jahr 2013



Unterhaltsarbeiten

Das Jahr startete mit einer intensiven Unterhalt und Segelwoche in Almerimar, dem Winterquartier der Inuit. Bereits das Einfahren ins Trockendock bei Windstärke 6 von der Seite war ein Abenteuer, das die Inuit gut, die Hafenmole etwas weniger gut hinter sich brachte. Fast der ganze Vorstand unterstützt von 3 freiwilligen Helfer/Innen arbeiteten daran das Unterwasserschiff wieder aufzufrischen und Reparaturarbeiten an den Fenstern und der Reling vorzunehmen. Nach dem Einwassern gönnte sich die Crew einen Ausflug nach Gibraltar, eine Tour von 250 Meilen Länge, die bei teilweise heftigem Wind in kürzester Zeit gesegelt werden konnte. Einen Ausflug auf den Affenfelsen, einkaufen und durch die warmen Gassen der Altstadt bummeln lag auch noch drin.



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Der Vorstand hat dieses Jahr beschlossen aus PR-Gründen einen professionellen Film über Ferien auf der Inuit machen zu lassen. Ein ambitiöses Projekt mit hohen zu erwartenden Kosten. Zum Glück konnten wir mit Matthias Thomi einen erfahrenen Jungfilmer finden, der sich begeistern liess und im Sommer eine Gruppe aus dem Humanus-Haus begleitete. Da er den Film zu einem Freundschaftspreis realisierte und wir gleichzeitig zwei Sponsoren fanden die die Kosten übernahmen, konnten wir dem Projekt grünes Licht geben. Der Film ist im Rahmen des 10jährigen Jubiläums des Vereins am 21. Juni im Humanus-Haus zu bewundern.


Das Ehrenamt

Am Freitag den 26. April 2013 segelten wir bei halbem Wind 20 SM vor Palma de Mallorca mit Kurs 350 Grad Richtung Palma als der Wind schlagartig auf Nord drehte und auf 28 Knoten auffrischte. Hinter uns lagen die ersten 24 Stunden günstige Winde und ein excellentes Nachtessen nach 5 Tagen aufkreuzen von Almeria bis Torrevieja. Die 20 SM über die Kreuz würde uns 50 SM bei 3-4 Knoten bescheren. Wir würden zu spät für unseren Gast in Palma einlaufen, dessen Mutter einen Rückflug um 11.00h hatte. Also bargen wir Segel, fuhren unter Maschine gegen den Wind und hofften auf drehende Winde und baldigen Landschutz. Dennoch benötigten wir 12 Stunden mit überkommenden Brechern und Dauerregen. Der einzige Trost war ein rotes und ein weisses Licht steuerbord querab. Das musste ein anderer Segler sein mit gleichem Entschluss, wie Palma effizient zu erreichen sei. Meine Gäste bezahlten dafür, ich habe immerhin ein Ehrenamt als Skipper und momentan als Präsident dieses Segelvereins und dusche gratis kalt. Simone Tritten schreibt die Rechnungen für meine Gäste gratis, Hubert und Georg bezahlen für die Produktion eines Werbefilmes, Simon reist nach Frauenfeld und stellt unsere Arbeit einem Segelverein gratis vor, Beatrice will neu im Vorstand mitmachen und sich öfters engagieren für Velaventura, gratis.
Warum tun wir das? Gratis arbeiten bedeutet, dass wir uns das leisten können, dass wir die Zeit dazu haben und uns dabei frei fühlen. Die Kollegialität hat eine ganz andere Qualität. Mein Gewinn ist nicht das höchst möglich zu erzielende Salär sondern die Freude der Gäste am gemeinsamen Erlebnis. Ich bedanke mich bei allen ehrenamtlichen MitarbeiterInnen, SpenderInnen und bezahlenden Gäste, welche diese grossartigen Segelreisen ermöglichen.

Urs Kernen, Präsident und Skipper



Schiffsunterhalt-Unterhalt

In diesem Jahr wurden die Rohrkojen im Vorschiff rechts und links durch Kojenbetten ergänzt. Je nach Ausrüstung statt drei Rohrkojen pro Seite nur noch 2 Betten, bietet die Inuit 2 Schlafplätze weniger an – dafür mehr Komfort. Wie wir schon früher erfahren durften, trennen sich die Geister bei der Frage der Schlafqualität in den Rohrkojen. Von den einen geschätzt von anderen verwünscht. Darum hat Georg, der den Umbau mit dem Zivildienstleistenden durchführte, es so eingerichtet, dass bei Bedarf die Kabinen wieder schnell umgerüstet werden können. So haben wir nun beide Varianten zu Verfügung!

Der blaue Antirutsch-Decksbelag wurde auf dem ganzen Deck erneuert. Die INUIT hat ein neues Grosssegel bekommen nach 5 Jahren. Die alte Rollreff-Genua sollte noch diese oder die nächste Saison halten.


Skipper:

Seit diesem Jahr haben wir erstmals eine Frau aus Italien als Skipperin!


Zahlen:

Im Jahr 2013 war die INUIT 188 Tage auf See und segelte dabei 4662 Seemeilen (ca. 8250 km). Dabei wurden 1397 Anwesenheitstage auf der INUIT gezählt (622 Bord-Tage von Jugendlichen, Schüler und Menschen mit Behinderung). Wir konnten Fr. 17180,- Abschreibungen machen. Wir erhielten Fr. 5900.- Spenden, ganz herzlichen Dank. Die Buchhaltung weist einen Aufwand von Fr. 87'857,- bei einem Ertrag von Fr.87'867,- aus. Die letzten Zahlen sind erst genau, wenn der Revisionsbericht an der GV vorliegt. Und zu guter Letzt: Unsere Homepage wurde von 4418 Personen besucht. Dabei wurden 22723 Seiten angeklickt!

Hubert Gygax, Vorstandsmitglied


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