Jahresbericht 2011

 

Wir segeln in tieferem Wasser

 

Sie erinnern sich vielleicht noch: ….Der 1. Januar 2010 begann mit einem Wechselbad für die INUIT und die Besatzung, Regengüsse und Regenbogen, starke Windböen aus unterschiedlichsten Richtungen, vom Seegang braun aufgewühltes Meer bei der Durchfahrt von Gibraltar, es fühlte sich an wie segeln in einer Waschmaschine, in der die Heizung ausgefallen ist (Georg Domeyer)……Was Georg im letzten Jahresbericht an den Anfang setzte, steht auch für die Gründung des Vereins Velaventura- dessen Kapitän Georg Domeyer das Vereinsschiff durch Schön- und Hudelwetterperioden gesteuert hat. Ihm sei an dieser Stelle einmal ganz herzlich dafür gedankt.

 

Am 23. Februar 2004 wurde der Verein Velaventura gegründet. Im Jahr 2011 wurden zum zweiten Mal 500 Anwesenheitstage auf der INUIT überschritten (508 Bord-Tage von Jugendlichen, Schüler und Menschen mit Behinderung). In 31 Wochen segelte die Inuit 6230 SM und 620 SM unter Motor im nördlichen Mittelmeer unter sieben verschiedenen Skippern. Georg bot auch hier mit 19 Wochen als Schiffsführer einen unermüdlichen Einsatz.

 

Ich erinnere an dieser Stelle kurz an die Aufgaben der Kapitäne, Skipper, wie wir in der Sportschiffahrt sagen: Sie sind bemüht, alle Kojen an Bord belegt zu haben und müssen sich versichern, dass die Crew nautisch, betreuerisch und zwischenmenschlich allen Situationen gewachsen ist. Sie organisieren Crewtreffen als Vertrauensbildung. Sie planen den Törn, helfen ev. beim Einkauf, fahren mit dem Bus und der Crew ans Mittelmeer. Sie führen alle an Bord ein, unterrichten Seemannschaft, verhandeln mit Hafenkapitänen. Sie holen sich die neuesten Wetterberichte und geben Anweisungen zum Auslaufen. Dabei müssen sie sich vergewissern, an alles gedacht zu haben, wie genügend Gas zum Kochen, Einführung ins Pumpklo, Oelstand der Motoren, Müllsäcke und den Kücheneinsatz bei Seegang. Sie bieten rassige Segelfahrten mit angenehmen Schiffsbewegungen, tadelloser Küche und traumhaften Ankerbuchten. Notfalls stehen sie nachts auf und verlegen Anker, binden Segel fest kontrollieren Fender und nehmen Brot aus dem Backofen. Sie reichen Brecheimer herum, üben Notfallszenarien, wissen stets wo sie sind und wieviel Wasser unter dem Kiel ist. Sie kennen die besten Hafenkneipen, tauchen nach Sonnenbrillen der Gäste und stellen die Fotogalerie zusammen. Sie reparieren den Aussenborder, versuchen die Genua zu bergen und koordinieren Reffmanöver. Da sie stets alles „im Griff“ haben vermitteln sie Sicherheit und gehen im Notfall zuletzt von Bord, das wissen wir seit Schettino.

 

Zum Glück haben sie unermüdliche HelferInnen, welche fast alles Erwähnte auch machen. Darum sei an dieser Stelle allen diesen HelferInnen und Skippern ganz herzlich gedankt.

 

Der Vorstand hat sich teilweise neu konstituiert. Nebst Georg Domeyer und Res Bollmann sind neu Hubert Gygax, Simon Schär und Urs Kernen im Vorstand aktiv. Sie durften von der Aufbauarbeit profitieren und wollen Erreichtes konsolidieren. Etwas Arbeit Georg ab zu nehmen ist ein Schwerpunkt. In diesem Jahr hoffen wir ein weiteres Vorstandsmitglied zu gewinnen. Weiters hierzu an der GV. Wir hoffen mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit die Anzahl Segelwochen weiterhin buchen oder sogar erhöhen zu können(neue Postkarten, Flyer, Kalender und Anschrift potentieller Kunden).

 

Ein paar Zahlen: Im Jahr 2011 konnten Fr. 31‘000.- Darlehen getilgt werden. Die Darlehnsschuld beträgt Fr.140‘585,- seit 2005 wurden Fr.128'970,- getilgt ausserdem wurden für Fr.32‘000.- Abschreibungen gemacht. Wir erhielten Fr. 21‘000.- Spenden, ganz herzlichen Dank. Die Buchhaltung weist einen Verlust von Fr. 8‘110.- bei einem Aufwand von Fr. 110‘704.- aus. Dafür erhielten zahlreiche SeglerInnen abenteuerliche und erholsame Ferientage und unvergessliche Erlebnisse. Dass uns die Sicherheit ein Anliegen ist, bestätigen der Einbau zwei neuer Motoren und eines Autopilots, die Mastrevision, ein neues Funkgerät und neue Automatik Rettungswesten an Bord.

 

Im Oktober/November segelte Georg die Inuit nach Almerimar, wo liegen günstiger ist. Ganz neu glänzt unsere Website, Simon vielen Dank.

 

Wir blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Möge auch in Zukunft der Schmetterling am Bug der INUIT fliegen.

 

Aarau im Januar 2012, für den Vorstand:

Urs Kernen


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