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Beitenwil, Montag, 18. Februar 2019

 

 

 

 

 

Jahresbericht 2018

 

Liebe Freundinnen und Freunde des Vereins Velaventura

Wieder einmal darf ich euch einen durchwegs positiven Jahresbericht servieren. 

Nicht dass es keine Probleme durch das Jahr gegeben hätte. Diese waren aber im 2018 deutlich in der Unterzahl. Die Inuit ist wieder ein Jahr unfallfrei gesegelt. Ein Umstand der auf ein gutes vorsichtiges Management im Unterhalt aber auch auf ein grosses Verantwortungsbewusstsein der Skipper zurück zu führen ist. Allen Verantwortlichen und vor allem den Skippern sei an dieser Stelle wieder einmal ganz herzlich gedankt! 

 

Im Vorstand haben wir uns in der neuen Zusammensetzung erst mal finden und organisieren müssen. 

Die aktuellen Ressortverteilungen sind folgende: 

 

  • Hubert Gygax                                     Präsidium (und Verdankungen)
  • Christoph Zingg                 Finanzen (Budget, Buchhaltung)    
  • Roger Hurni                 Törnplanung, Kontakt zu ASVZ und

Procap

  • Simon Schär                 Website                
  • Beatirce Benamara                        Mailkonto-Bearbeitung und                             Kontakt zu Zivis
  • Georg Domeyer                 Sicherheit und Unterhalt Inuit    
  • Urs Kernen                     Protokoll, Unterhalt, Wintertörn        

 

In Sachen Vorstand:

Wir suchen noch Interessierte zur Mitarbeit im Vorstand:

Aufruf separat beiliegend. 

 

Bei der GV 2016 haben wir beschlossen als Verein Georg Domeyer zu einem Fixen Gehalt anzustellen. Wie wir an der letzten GV  berichtet haben erfolgte die Anstellung dann ab November 2017. Diese wurde nun ende Juni 2018 wieder aufgelöst und Georg in die Rente entlassen. 

 

 

 

 

 

Aus dem Logbuch:

Die Inuit war vom 12 April bis zum 18. Oktober mit kleinen Unterbrechungen fast dauernd auf See was eine Belegung von 27 Wochen entspricht!!!

Sie hat in dieser Zeit 7403 Seemeilen zurückgelegt. Das ist doch eine beachtliche Zahl und nur mit laufender, guter Wartung möglich. 

Aus diesem Grund sind auch in diesem Winter umfangreiche Wartungsarbeiten geplant. 

 

Hubert Gygax

Präsident

 

Unterhalt Inuit 2018

Die Unterhaltsarbeiten am Schiff verteilten sich über das ganze Jahr, wobei der Hauptanteil im Januar durch Aaron und Georg und im April durch Stefan, Aaron und Georg geleistet wurde.

Neben den Routine Servicearbeiten Motorölwechsel, Getriebeöl Wechsel und Ventilspiel einstellen standen eine Unmenge von notwendigen Reparaturen oder Erneuerungen an.

Dabei wurden u. a. die Ankerwinsch ersetzt, ein neues und grösseres Solarpanel wurde montiert, die Backstagen wurden erneuert und der Trittbelag auf dem Kabinendach erneuert.

Auch der Sicherheitsausrüstung wurde Aufmerksamkeit gewidmet. 12 neue Automatik –Rettungswesten wurden angeschafft und der Hufeisenrettungsring mit Blitzlicht am Heck montiert.

Wir hatten im Vorstand beschlossen, dass wir uns von den Rohrkojen im Vorschiff ganz verabschieden würden. Dadurch haben wir vorne nun je 2 Doppelkabinen d.h. auf Törns hat es 2 Schlafplätze weniger: ohne Deckssalon gibt es 8 Kojen. Dies ist bei Törnplanung zu berücksichtigen.

 

An einem der ersten Törns, fiel der Autopilot ganz aus und das Display vom GPS am Kartentisch war fast nicht mehr ablesbar. So entschlossen wir uns beides zu ersetzen: Der Autopilot wurde auf dem Humanushaus Törn im Juni ersetzt, wobei- vor ankerliegend Georg die Hydraulikpumpe im Motorraum über Kopf ausbaute. Ein vorbeifahrendes Motorboot erzeugte ein Wellenschlag, welcher das Ruderblatt bewegte und Georg –unter den offenen Hydraulikleitungen stehend- eine richtige Hydrauliköldusche verpasste.  Fluchen half nichts – nur lange warm duschen!

 

 

 

 

 

 

Neu an diesem System von Raymarine ist, dass man ausser nach dem Kompasskurs auch nach der Windrichtung automatisch fahren kann. Auch ist die 

neue Steuerpumpe sehr viel stärker und quittiert nicht gleich den Dienst wenn der Wind mal etwas mehr bläst.

 

Das neue GPS von Raymarine wurde im Sommertörn ausgetauscht. Dadurch können die Navigationsgeräte miteinander kommunizieren.

Immer wieder fiel im dümmsten Moment das Kühlaggregat aus.  so planten wir die ganze Kühleinheit im Winter 2018/2019 zu ersetzen.

 

Die INUIT wurde im Oktober 2018 in Port Napoleon nach 2 Jahren aus dem Wasser genommen, um umfangreiche Reparaturarbeiten im Frühjahr 2019 durchführen zu können.

 

Georg Domeyer

 

 

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Vor einem Jahr hat sich der Vorstand mit einigen Skippern erweitert zu einer Sitzung zum Thema „Zukunft des Vereins Velaventura“ getroffen. An dieser Sitzung wurden alle Szenarien durchdiskutiert. 

Danach ist man einstimmig zum Entschluss gekommen den Verein mit jungen Nachfolgern weiter zu führen.

 

 

Aus diesem Grund suchen wir nun jetzt:

 

 

 

 

Vorstandsmitglieder (m/w)

 

 

 

Wer ist interessiert an der erfolgreichen Geschichte des Vereins und insbesondere der Inuit weiter zu schreiben?

Aufwand: ca. 4 Sitzungen pro Jahr, zusätzlicher Aufwand ja nach Ressort unterschiedlich. 

 

Bitte meldet euch bei

 

 

Hubert Gygax

079 482 33 78

oder per Mail an info@velaventura.ch 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Törnbericht

Wir trafen K. das erste Mal im Büro von Procap. Sie habe bereits einmal eine Reise abgebrochen, daher erschien es der Procap Reiseberaterin sinnvoll, dass wir uns gegenseitig kennenlernten und K. mehr Informationen über den geplanten Segeltörn erhielt, um sich entscheiden zu können. K. war dann fast erstaunt, dass wir keine Einwände gegen ihre Teilnahme hatten und in angenehmer Erinnerung Wochen später mit ihr und der ganzen Reisegruppe im Velaventura Bus nach la Spezia fuhren und an Bord der Inuit gingen.

An einem Tankstellenrast war sie auf mich zugekommen und meinte, sie wisse nicht, ob sie die Reise schaffen werde. 

Ich kenne das Gefühl vor einer grösseren Herausforderung, es vielleicht nicht zu schaffen. Es gründet in der Angst davor, es könnte etwas passieren, verschlägt den Appetit und lässt einen schlecht schlafen. Aber es gemahnt auch zu grösserer Vorsicht, Aufmerksamkeit und Planung. Nach dem Start einer solchen herausfordernden Unternehmung wächst üblicherweise die Sicherheit Schritt für Schritt und der Zweifel an den eigenen Fähigkeiten fällt ab. 

In diesem Sinn machte ich K. Mut, sich nicht zu viel Sorgen zu machen, aber ihre Unsicherheiten weiterhin uns mitzuteilen, dass wir, wo möglich, Abhilfe schaffen können.

K. ist eine freundliche und interessante Person, wohnt alleine und arbeite in einem Betrieb, wie sie uns erzählte. Die drei weiteren Gäste waren ebenfalls sehr nette, rücksichtsvolle Reisegefährten und interessierten sich für alle Aspekte der Seefahrt. Beatrice und Bruno, sehr erfahren und Salzwasser geprüft und unser Zivildienstleistender Dylan ergänzten die Crew.

K. erschien uns etwas ängstlicher, steuerte aber gleich am ersten Tag die Inuit mit einigem Geschick. 

Mit günstigem Wind segelten wir gleich nach dem Auslaufen am zweiten Tag über Livorno hinaus bis Gastilioncello. Der Wind flaute nachts ab und die letzten 15 Seemeilen motorten wir in die Bucht, wo wir gegen 2 Uhr morgens Anker warfen. 

Neptun meinte es auch am Folgetag gut mit uns und frischte laufend auf. Wir segelten bis Elba und ankerten in der wunderschönen Bucht von Porto Azzuro.

 

Hier eröffnete mir K. sie möchte jetzt nach Hause reisen. Irgend etwas fiebrig Angstvolles schien ich in ihren Augen zu sehen. Ich war einigermassen irritiert, da alle Umstände unserer Segelreise alle Versprechungen eines Reisekataloges in Schatten gestellt hätte: Nette MitseglerInnen, feines Essen an Bord, italienisches Ambiente und Gelati auf den Landgängen, ideale frische Segelwinde  mit stahlblauem Himmel und 24 Grad azurblauem Badewasser ums Schiff.

Ich erwiderte ihr, es sei einigermassen kompliziert eine Heimreise zu organisieren, ob sie den Entschluss nicht nochmals überdenken wolle und wir am nächsten Tag darüber reden sollten.

Bruno anerbot ihr, einen gemeinsamen Landausflug zu unternehmen. K. Sei recht zugänglich erschienen und habe ihm erzählt, wie unangenehm ihr Leben mit Medikamenten sei.

Zurück an Bord erschien K plötzlich sehr unruhig und fordernd und erklärte, sie gehe jetzt von Bord nach Hause. Wir beschlossen sie gut zu beobachten. 

Für logische Argumente erschien sie nicht mehr zugänglich. Das Angebot, am nächsten Tag ihre Heimreise zu organisieren, war für sie keine Erleichterung. Sie beharrte darauf, sofort abreisen zu wollen. Wir liessen uns von Procap beraten und traten in Kontakt mit ihren Angehörigen. Zu unserer grossen Erleichterung fanden diese sich bereit, K. am nächsten Tag am Festland abzuholen. Wir merkten in der Folge, dass K. ihre Medikamente nicht eingenommen hatte, worauf sich ihr Gesundheitszustand plötzlich rapide verschlechterte. Sie kannte uns nicht mehr, wir mussten sie die ganze Nacht beaufsichtigen. Wir segelten am nächsten morgen beizeiten nach Porto Ferraio, wo Beatrice und Bruno sie mit der Fähre ans Festland begleiteten und ihren Angehörigen anvertrauen konnten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was hatten wir verpasst, dass es zu diesem unerwarteten Reiseabbruch führte? Hätten wir ihre Vorahnung ernster nehmen sollen? Hätten wir ihre Medikamenteneinnahme kontrollieren sollen, entgegen ihrer Anmeldung, worin stand, dass sie das alle selbständig mache? 

 

Ihr schneller Abschied tat uns leid. Wir konnten jedoch unsere Reise fortsetzen. Wir genossen durch Porto Ferraio's Altstadt zu flanieren und auf der Rückreise Livorno anzulaufen. 

Als wir abends gegen neun Uhr einliefen und festmachten, begann auf der Mole in der kleinen Hafenbar ein wunderschönes Livekonzert mit italienischen Schlagern. 

 Von Livorno nach La Spezia schlief der Wind nach einer stolzen Morgenbriese bald ein und wir motorten doch noch ein paar Stunden. Trotz dem Reiseabbruch von K. und der damit verbundenen Aufregung war es ein schöner und gelungener Törn. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Urs Kernen, Skipper und Vereinsvorstand

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  • Adresse: Seetalstrasse 15
  • PLZ / Ort: 5703 Seon
  • E-Mail: info@velaventura.ch
  • IBAN: CH79 0900 0000 3027 2505 4

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